
Unter Windows Vista fällt auf, dass bei größeren Dateien das Kopieren, Verschieben oder Löschen länger dauert als in Windows XP. Dies passiert vor allem, wenn man Daten in einem Netzwerk kopiert. Das neue Feature namens "Auto Tuning", das standardmäßig aktiviert ist, ist hieran schuld. "Auto Tuning" überwacht den Netzwerkverkehr und verändert die so genannten "Receive Windows Size" automatisch. Das "Auto Tuning" sorgt also dafür, dass zwischen Client und Server die Protokoll-Fenstergröße der Pakete ausgehandelt wird, um mehr Daten in weniger Zeit zu übertragen. NAT-Verbindungen sind von diesem Problem nicht betroffen. Lediglich in Netzwerken, bei denen eine SPF (Statefull Inspection Firewall) zum Einsatz kommt oder die Gegenseite Auto-Tuning nicht unterstützt, tritt dieses Problem auf.
Weitere Informationen zu TCP Receive Window Size und TCP Receive Window Auto-Tuning.
Lösung:
Als Administrator anmelden und in der Eingabeaufforderung (Start - Ausführen - cmd) den Befehl eingeben:
netsh int tcp set global autotuninglevel=disabled [enter]
oder
netsh interface tcp set global autotuninglevel=disabled [ENTER]
Windows Vista neu starten.
Dadurch wird das "Auto Tuning" deaktiviert.
Um "Auto Tuning" wieder zu aktivieren, falls es Probleme gibt, gibt man folgenden Befehl ein:
netsh int tcp set global autotuninglevel=normal [ENTER]
oder
netsh interface tcp set global autotuninglevel=normal [ENTER]
Das Deaktivieren des "Auto Tuning" hat den positiven Effekt, dass andere Probleme behoben werden - zum Beispiel bei der Verbindung mit dem "Windows Live Messenger" oder der sehr langsame Aufbau von Webseiten.
Screenshot zum Tipp: http://www.wintotal.de/Tipps/tipp1410.html
Wong
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